31.03.15


Projekt "Junge Fahrer"

Bielefeld- Schildesche. Laute Motorengerдusche, kräftige Bremsungen und scharfe Fahrmanöver waren Samstag auf dem sonst eher ruhenden Asphalt des Verkehrsьbungsplatzes der Jugendverkehrsschule wahrzunehmen.

Für 20 Verkehrskadetten und -kadettinnen war dies der praktische Beweis, was der "Anhalteweg" eines Fahrzeuges eigentlich bedeuten kann.

"Was lenkt uns während der Fahrt eigentlich alles so ab?", fragt Polizeihauptkommissar Reinhard Zurheide zu Beginn des Tages. Schnell waren sich die Jugendlichen einig: Smartphone, Radio, Gespräche mit dem Nachbarn oder Blicke abseits der Straße. "Tatsächlich verlängert sich der Reaktionsweg enorm! Das ist die Zeit, in der das Fahrzeug ungebremst weiterrollt!", ergänzt sein Kollege Lothar Prüßner. Die Folgen von Unachtsamkeit im Straßenverkehr wird den jungen Verkehrskadetten anhand einiger "Schockvideos" gezeigt. Im Anschluss wird das theoretische Wissen durch ein praktischen Versuch aufgelockert - im passenden Streifenwagen natürlich!

Zuerst soll jeder schätzen wann das Fahrzeug bei 30 Kilometer pro Stunde zum Stillstand kommt. Prüßner gibt seinem Kollegen ein Zeichen, Zurheide bremst seinen Dienstwagen stark ab. Verwunderung im Team: "Doch so schnell?". Dann wird erhöht, wie sieht es bei 50 km/h aus? Belustigte Blicke sind in den Gesichtern der Kadetten sichtbar, nachdem sich das Polizeiauto tatsächlich durch die Wand aus grauen Schaumstoffblöcken schiebt. "Cool, im Auto rumpelt es am meisten", rufen andere Kadetten beim aussteigen.

Den Verkehrs-Experten sind solche Reaktionen seitens der Jugendlichen bekannt, schnell kehrt die Ernsthaftigkeit des Versuches zurück. "Nicht umsonst gibt es 30er Zonen", erinnern die beiden. "Nur 20 km/h mehr, und man schafft es nicht einmal mehr überhaupt noch zu reagieren. - Im Gegenteil: Man fährt ohne zu Bremsen durch das Hindernis durch!"

 

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